Montag, 5. April 2010

Von Perückenläden und Edeldiskotheken

Leider bin ich seit Freitagnacht schon wieder zu Hause in Deutschland. Trotzdem möchte ich euch noch das ein oder andere von Paris erzählen.
Die Stadt ist äußerst facettenreich: Egal wo man mit der Métro hinfährt, man erlebt immer etwas und sieht Viertel, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Teilweise glaubt man sogar, nicht mehr in Paris zu sein, sondern in einem Land, das noch nicht so weit entwickelt ist.
Einmal sind Nicole und ich zum Beispiel in eine Seitenstraße der Rue Poissonière eingebogen und haben uns etwas umgeschaut. Wir waren total verwundert, weil diese Gegend nichts mehr vom Pariser Charm an sich hatte; es reihte sich Perückenladen an Perückenladen und andauernd wurden wir von dunkelhäutigen Händlern angesprochen, die uns ihren Friseursalon empholen oder uns zu einer Maniküre überreden wollten. Auch haben wir bemerkt, dass sich in dieser Gegend viel mehr "Ausländer" befanden und die Leute lange nicht so schick gekleidet waren wie die auf der Champs-Elysées zum Beispiel.

Montagnacht waren wir dann noch in der Edeldisko "Queen", der bekanntesten ganz Frankreichs. Wahrscheinlich auch einer der teuersten: Der Eintritt beträgt ganze 20€. Es ist noch ein Freigetränk inbegriffen, was wir allerdings erst hinterher bemerkt haben. Für die Garderobe hat man nochmal 3€ hingeblättert. Fast wären wir nicht reingelassen worden, da wir ja noch 17 sind. Ich hab mich daraufhin dumm gestellt und gefragt, ob man überall in Paris nur ab 18 eingelassen wird. Außerdem seien wir ganz aus Deutschland hierher gekommen, um das "Queen" zu besuchen. Neben dem Türsteher stand anscheinend der Chef, der gefragt hat, ob wir Alkohol getrunken hätten. Das haben wir verneint und daraufhin hat er uns reingelassen unter der Anmerkung, dass er uns beaufsichtigen lassen würde. Davon haben wir jedoch nichts mitbekommen ;-) Zuerst waren wir nur mäßig begeistert, da die Leute deutlich älter waren als wir, aber im Laufe der Zeit sind immer mehr erschienen - auch jüngere und wir hatten viel Spaß! Es gab sogar richtig klasse Tänzer in aufwendigen Kostümen, die das Publikum animiert haben - nicht auf penetrante Art und Weise wie man das vielleicht aus dem Cluburlaub kennt.

Nicole und ich im "Queen"

Das "Queen" war früher übrigens vor allem als Schwulen- und Lesbendisko bekannt, heutzutage besuchen aber mindestens genau so viele Heteros die Kultdisko.
Auf jeden Fall empfehlenswert!

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für deine Nachricht. Dein Blog wurde nun bei AFB aufgelistet:

    http://allfashionblogs.blogspot.com/2010/03/f.html

    Liebste Grüße
    Anio

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