Donnerstag, 27. Mai 2010

Gewalt unter Kindern und Jugendlichen

Heutzutage hört man immer wieder, dass sich Gewalt unter Jugendlichen immer stärker verbreitet und sowieso alles früher viel besser war. Und tatsächlich stimmt diese These teilweise, zumindest was die Gewalthandlungen angeht: Zwischen 1993 und 1998 stieg die Anzahl krimineller Jugendlicher um mehr als 50% an! In absoluten Zahlen macht das mehr als 300.000 jugendliche Täter pro Jahr. Nach 1998 nahm die Zahl derer zwar wieder ab, aber zwischen 2006 und 2007 stieg sie wieder um 6,3% an. Betrachtet man alle Verbrechen innerhalb Deutschland nimmt die Anzahl derer zwar ab, nicht aber die unter Jugendlichen.


Dabei darf man aber nicht vernachlässigen, dass es früher auch eine Menge Gewalt gab! Allerdings hat sich heute die Art, wie diese verübt wird, verändert: Schließlich gibt es ganz andere Methoden und Waffen, um Mitmenschen zu bedrohen, von denen Täter damals nur träumen konnten. Somit sind die Jugendlichen von heute immer aggressiver und menschenverachtender.
Auch ist festzustellen, dass sie stetig jünger werden, sodass mittlerweile die 12-Jährigen nicht mehr mit Lego spielen, sondern 17.000 € von 10-jährigen Jungen erpressen! So lautet nämlich die Anklage an einen Jungen aus Aalen, der einen anderen seit März diesen Jahres räuberisch erpresst haben soll. 
Was allerdings der Hammer an der ganzen Sache ist, ist, dass dieser Junge nicht der einzige war, der den 10-Jährigen bedroht hat, sondern dass in den Fall noch weitere verwickelt sind! So verlangte ein älterer Junge Geld dafür, dass er den Erpressten beschütze und ein anderer forderte Schweigegeld!
Macht man denn alles nur noch gegen Geld? Dieser Fall hat mich echt schockiert, obwohl ich im ersten Moment aus Verblüffung lachen musste, weil es sich einfach zu absurd angehört hat. Aber das ist die Realität. Schlimm ist, dass der Haupterpresser erst 12 Jahre alt ist und deshalb das deutsche Strafgesetz nicht greift, das ein Verfahren erst ab einem Alter von 14 Jahren vorsieht. Da bleibt nur noch zu hoffen, dass der Täter, der übrigens alles abstreitet, seine gerechte Strafe bekommt.

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